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                     Linedance   =   Spaß und Training für Körper, Geist und Seele

Linedance ist eine eigenständige Tanzart. Man tanzt "in the line" also in einer Linie. Einen Partner braucht man nicht, denn  die Gruppe ist der "Partner".   Es gibt Tänze zu allen Rhythmen, die man auch aus der Tanzschule kennt, also z.B. Walzer, Cha Cha, Foxtrott und auch Rock'n Roll.

Zu jedem Lied gibt es festgelegte Schritte (Choreographie), die von allen gleichzeitig getanzt werden.

Wer einmal Linedance gesehen oder getanzt hat, versteht sofort, warum diese Tanzart jetzt in Deutschland auch eine anerkannte Sportart ist. Das Tanzen schult nicht nur das Gedächtnis beim Erlernen der Schrittfolgen, sondern man  kommt auch ganz schön ins Schwitzen, so dass dieser Sport eine lustvolle Alternative zu anderen Sportarten sein kann.    

Am besten ist es: einfach mal reinschauen in eine Übungsstunde! Dann merkt man, wieviel Spaß Linedance macht!

     

Zur   Geschichte:

Line Dancing ist wie alle anderen Formen   des Tanzens eine Widerspielung von Geschichte und Kultur. Der Tanz selbst ist   schon seit prähistorischen Zeiten eine Form der Kommunikation und des   Selbstausdrucks. Die Menschen erfreuen sich am Tanz nicht nur als Kunstform,   sondern auch als Mittel, um sich körperlich gut zu fühlen, um geistig   angeregt zu werden, um Selbstachtung zu entwickeln und um andere Menschen zu   treffen. Für einige ist der Tanz sogar Teil des Weges zur spirituellen   Erleuchtung.

Wenn man 10 verschiedene Leute mit etwas   Ahnung vom Tanzen fragt, wann Line Dancing anfing, so erhält man   wahrscheinlich 10 verschiedene Antworten. Eine beliebte Meinung über Line   Dancing ist, dass es kein Steckenpferd, sondern eine Tradition ist. Einige glauben,   dass dieser Tanzstil starke Verbindungen zum Volkstanz hat. Im 18.Jahrhundert   reisten europäische Immigranten westwärts nach Nordamerika und brachten Tänze   wie die Polka und den Walzer mit sich, deren Bewegungen miteinander   verschmolzen und zu etwas wurden, das Round und Square Dancing genannt wurde.

Zwischen den 1860er und 1890er Jahren   passten Cowboys an der Grenze zum Wilden Westen diese mehr traditionellen   Tanzbewegungen dem Country- und Westernstil an. Ihnen werden die einfachen   Schritte und das Countryflair angerechnet, was die Kultur ihrer Zeit   wiederspiegelt. Im frühen 19. Jahrhundert wurde der Volkstanz durch   „körperliche Erziehungsprogramme“ in die Schulen gebracht. Eine große Anzahl   von Jugendlichen lernte den Country- und Westerntanz, und seine Beliebtheit   wuchs bei Freizeit- und gesellschaftlichen Aktivitäten.

Andere glauben, das Line Dancing in der   Disco-Ära entstand. Der 1978 erschienene Film „Saturday Night Fever“   verursachte eine Tanzsensation. Als die Zeilen zwischen Pop und Country   verschwammen, tat der Schauspieler und Tänzer John Travolta es 1980 mit dem   Film „Urban Cowboy“ noch einmal. Dieser Film spornte eine neue Welle von   Western-Mode, Western-Musik und Western Tanz an. Über Nacht tauschte man   seine Polyesterhosen und Stöckelschuhe gegen Stetson-Hüte, Wrangler Jeans und   Cowboystiefel ein. Mit den Medien im Rücken begann Country in den frühen 90er   Jahren durch die Landbevölkerung Amerikas zu fegen. Line Dancing ging an die   Vorderfront, als der Country Song „Achy Breaky Heart“ 1993 der beliebteste   Song wurde. Schlaue Marketingstrategen versahen Billy Ray Cyrus und sein Lied   mit einem neuen Line Dance, der über das Land fegte. Einige sagen, dass das   der Wendepunkt auf der Beliebtheitsskala des Line Dancing war. Sogar vor der   Disco-Ära gab es Wurzeln des Line Dancing in anderen Musikformen wie dem   Rock, Rhythm and Blues und dem Soul. Die Leute tanzten den Hully Gully, Bus   Stop oder den Stroll.

Heute überschreitet Line Dancing alle   Grenzen. Singles genauso wie Familien sehen im Line Dancing eine gesunde   gesellschaftliche Betätigung. Es gibt zahlreiche Gelegenheiten zum erholsamen   Tanzen in Tanzclubs, bei gesellschaftlichen Veranstaltungen, auf   Hochzeitsempfängen, bei von Schulen organisierten Tänzen, bei Studiokonzerten   und Tanzwettbewerben. Line Dancing beinhaltet viele Musikstile wie Jazz,   Rock, Disco, Rap, Oldies und Country.

Heutzutage wird Line Dancing als eigene   Tanzkunstform betrachtet, mit seiner eigenen Terminologie und   standardisierten Schritten. Die nach einem bestimmten Muster erfolgenden   Tanzschritte werden normalerweise zu einer Anzahl von Takten pro Sequenz   gemacht und dann wird diese Sequenz wiederholt, manchmal in eine andere   Richtung. Eine Gesellschafts- und Wirtschaftskultur ist aus   Country-Tanzveranstaltungen, -Wettbewerben, -Tauschzeitschriften und   –Fernsehshows geworden. Die Beliebtheit dieser weitgehend akzeptierten Form   des Tanzens ist auch international enorm gewachsen. Der Ursprung des Line   Dancing mag nicht ganz klar sein, aber eine Sache ist schon klar: Line Dancing   ist hier, um hier zu bleiben.

Text by Sheldon & Claudia Eisenhower

German Translation by Birgit Francis